Kurztest : Portable Softbox für Systemblitze
Veröffentlicht am 5. Januar 2010
Schon vor einiger Zeit habe ich mir im Internet eine faltbare Softbox* gekauft.
Hier nun ein kleiner Erfahrungsbericht – Die Fotos von z.B. Mirco am Weserufer sind mit der Softbox gemacht worden.
Beschreibung :
Die Softbox besteht aus einem flexibelen Gestell (faltbar) und ist mit schwarzem Stoff bezogen. Innen ist sie mit einer Alu-Beschichtung für bessere Lichtstreuung versehen und hat eine Öffnungsfläche von 45×45cm. Der Diffusor wird von außen flächig per Klettband an der Softbox befestigt. Der Preis beträgt rund 50€.
Lieferumfang:
- Softbox
- Diffusor
- Metallhalter (bestehend aus 2 Teilen) für Systemblitz (Blitzschuhaufnahme), höhenverstellbar, über Spigot an Stativ festschraubbar
- Tragetasche
Aufbau:
Die Softbox ist schnell und ohne jedes Werkzeug aufgebaut:
- Einzelteile aus der Tasche holen
- Softbox aufklappen
- Metallgestänge zusammensetzen und in Softbox hinten einhaken
- Softbox auf Stativ montieren
- Metallgestänge in Tiefe und Höhe auf den Systemblitz ausrichten
- Systemblitz montieren
- Diffusor vorne aufkletten
- fertig !
Das ganze dauert keine zwei Minuten
Einsatzzweck:
Eine Softbox dient einfach gesagt dazu, eine vorhandene Lichtquelle (hier der Systemblitz mit kleiner Lichtöffnung) „größer“ und damit weicher zu machen und ist Grundaustattung jedes Fotostudios (egal ob Profi oder Amateur). Vorteil von einer größeren (und damit weicheren) Lichtquelle ist (im Gegensatz zum nackten Systemblitz) deutlich weicher ist und dementsprechend einen weniger harten Schatten wirft und so z.B. dem Model (grad bei Frauen) in der Peoplefotografie sehr schmeichelt.
Alternativen:
Natürlich gibt es hier auch (namenhafte) Alternativen, die aber deutlich mehr kosten. Vorteil der Alternativprodukte ist hier in erster Linie ein zweiter Diffusor innerhalb der Softbox, der für noch weicheres Licht (aber auch mehr Verlust der Blitzleistung) sorgen soll. Da ich bis jetzt noch nicht mit einer ähnlichen Softbox mit zweitem Diffusor gearbeitet habe, kann ich keine Aussage treffen, wie sehr sich ein zweiter Diffusor positiv (wenn überhaupt) auswirkt.
Fazit:
Die Softbox macht einen solide verarbeiteten Eindruck, der Aufbau ist kinderleicht und schnell erledigt . Durch die (wenn zerlegt) kompakte Form und Dank der Tragetasche ist die Softbox super mobil und kann problemlos überall mit hingenommen werden. Die Öffnungsfläche reicht locker um Gesichter und Oberkörper auszuleuchten. Dank der Verstellmöglichkeiten an der Blitzaufnahme sollte die Softbox für jeden Systemblitz passen. Das ganze wird abgerundet durch einen mehr als fairen Preis, der schon als günstig gelten darf.
Nachteile (wenn es denn welche sind) sehe ich höchstens im Fehlen eines zweiten Diffusors, und das kein Handgriff (welcher die Softbox dann wirklich komplett überall einsetzbar macht) beiliegt bzw gegen Aufpreis erhältlich ist. Mittlerweile ist die Softbox bei Personenshootings immer mit im Gepäck dabei.
Tip 1 : Damit die Softbox sinnvoll eingesetzt werden kann, sollte ein Lichtstativ vorhanden sein oder gleich mit erworben werden. Der Hobby Heimwerker kann (und sollte sich auch) einen handlichen Handgriff für die Softbox basteln (meiner stammt von Werner, danke dafür )
Tip 2 : Falls der Systemblitz mittels Funkauslöser (z.B. mit dem Phottix Set) ausgelöst werden sollen, sollten unbedingt Sync-Kabel genutzt werden. Denn obwohl die Metallschiene der Softbox so variabel ist, das die Höhe mit dem Funkempfänger unter dem Blitz eingestellt werden kann, wird das ganze einfach zu instabil – bei meinen ersten Shootings mit untergebautem Empfänger blieb die ganze Zeit ein flaues Gefühl…
Variabel : Die Metallschiene fungiert als Verbindungsstück von Softbox und Aufsteckblitz
Blick in die Softbox – gut zu die Alubeschichtung und das Klettband außen für den Diffusor
Die Softbox mit angebrachtem Diffusor
Der Unterschied ist klar erkennbar : Hier der Blitz “roh”, ohne Softbox – harter Schatten wie man es kennt…
…und einmal mit montierter Softbox – Der Schatten ist super soft und fast nicht mehr sichtbar.
Bei den letzten beiden Fotos wurde für eine bessere Vergleichbarkeit die Blitzposition sowie die Position des fotografierten Systemblitzes nicht verändert.
* Affiliate-Link (Ich bekomme bei Kauf eine kleine Provision, ihr zahlt nicht mehr)
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Tags: Softbox, Systemblitz, Testbericht
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10 Kommentare zu “Kurztest : Portable Softbox für Systemblitze”
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Marcus (1 comments) sagt:
10. Januar 2010 um 18:49Hallo Daniel guter Bericht über die Softbox. Habe glaube die gleiche und bin im Großen und Ganzen zufrieden damit. Was mich ein wenig stört ist die sehr lange Schiene der Höhenverstellung, wodurch dann die Softbox, sofern man einen Neiger sein eigen nennt, nicht wirklich geneigt werden kann. Ansonsten habe ich bis jetzt noch keine Probleme gehabt. In meinem Newsblog auf news.marcushasart.de gibt es einen Artikel wo einige Bilder der Softbox im Zusammenspiel mit einem Selbst verlängertem TTL-Kabel zu sehen sind. (http://news.marcushasart.de/entfesselt-blitzen-mit-geringem-aufwand)
Gruß und weiter so Marcus
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Ronny D. (5 comments) sagt:
27. Januar 2010 um 13:52Hallo,
sehr schöner Bericht. Ich interessiere mich sehr für diese Softbox. Nur habe ich noch eine Frage: Wie kann man die kippen? Im ersten und zweiten Bild sieht das ganze recht steif aus. Wenn ich die aber nun zum Ausleuchten von oben nach unten nehmen möchte was dann? Wie habt ihr das gelöst? Vorab schon mal eine Dank für jede Reaktion. -
Daniel (137 comments) sagt:
27. Januar 2010 um 16:06Hallo Ronny,
um die Softbox auf einem Lichtstativ zu kippen brauchst du einen sog. Schirmneiger mit Spigot-Anschluss beidseitig. Ohne dieses kleine Teil sitzt die Softbox starr auf dem Stativ und blitzt nur geradeaus. Wenn du ein Stativ für Fotoapparate nimmst, kannst ggf mit dem Stativkopf etwas kippen, das ist aber nichts richtiges.
Ich empfehle dir auf jeden Fall einen Schirmneiger (habe meinen aus Alu selbstgebau)
PS: Das Ding heist Schirmneiger, da ich damit Reflex- oder Durchleuchtschirme als Lichtformer befestigen lassen. -
Ronny D. (5 comments) sagt:
27. Januar 2010 um 17:24Vielen Dank für die Aufklärung.
Leider bin ich handwerklich ein Legastheniker :-)
Selber bauen fällt also aus.
Kannst du einen Schirmneiger empfehlen?
Danke vorab! -
Ronny D. (5 comments) sagt:
27. Januar 2010 um 19:00Geht sowas?
http://www.foto-walser.biz/shop/Artikel/1688/410/Walimex_walimex_Universal_Blitz_Schirmhalterung.htm
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Daniel (137 comments) sagt:
27. Januar 2010 um 19:06Das passt. Wichtig ist beidseiter Spigot (eine Seite Mann, eine Seite Frau) – hier eine Alternative (10€ günstiger) : http://cgi.ebay.de/1-x-universal-Halterung-Schirmhalter-Schirmneiger-NEU_W0QQitemZ310186223058QQcmdZViewItemQQptZDE_Elektronik_Computer_Foto_Camcorder_Foto_Camcorderzubeh%C3%B6r_PM?hash=item48388a25d2
Da ich beide Neiger noch nicht in der Hand hatte, kann ich zur Qualität nichts sagen. Aber viel falsch machen kann man nicht (denke ich mal) -
Ronny D. (5 comments) sagt:
27. Januar 2010 um 21:09OK. Vielen Dank.
Jetzt weiß ich was ich brauche. -
Daniel (137 comments) sagt:
27. Januar 2010 um 21:12Gern geschehen ;)
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Frank (2 comments) sagt:
6. Februar 2010 um 16:07Hi Daniel,
ich bin im Moment dabei, einen DIY flash2softbox adapter + Softbox nachzubauen, die mobil und schnell auf- u. abbaubar ist und ein kleines Packmaß hat. Die Konstruktion ist an sich auch schon fertig. Ich schau mich aber noch nach verschiedenen Befestigungsmöglichkeiten der Lichtformer um. Mich würde deshalb interessieren, wie die Softbox mit dem Ring verbunden ist. Wird der Ring hier einfach zwischen den runden Spannstäben eingeklemmt? Wenn ja ist die Stabilität ja sehr fragwürdig.LG Frank
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Daniel (137 comments) sagt:
6. Februar 2010 um 21:24Hallo Frank,
deine Vermutungen sind richtig, die Softbox wird nur über den Metallring “gezogen”, also durch die internen Stangen gehalten. Das hält soweit und erfüllt seinen Zweck, aber mechanisch könnte man es sicherlich besser umsetzen. Optimal wäre es, gleich auf bekannte Adapter wie z.B. Bowens zu bauen, damit hat kann man auch auf ein größes Angebot an Lichtformern, welche bei Ebay etc angeboten werden, zurückgreifen
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